Allerheiligen aus Priester- und Gärtnersicht
Shownotes
Da Allerheiligen dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, könnte man es leicht übersehen. Aber es ist tatsächlich ein Festtag – und am darauffolgenden Tag schließt sich gleich noch ein besonderer Tag an, nämlich Allerseelen. In dieser Zeit gibt es für die Priester viel zu tun – Gottesdienste und Gräbersegnungen stehen an. Aber auch für die Gärtner gibt es viel zu tun. Sie tragen dazu bei, dass die Gräber schön geschmückt sind. Burkard Vogt hat sich mit einem Priester getroffen, der auch ein gelernter Gärtner ist und deshalb beide Perspektiven zusammen bringt. Von ihm wollte er zunächst wissen, was Allerheiligen eigentlich ist.
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00:00:00: Jeder Tag ist einem Heiligen gewidmet und an aller Heiligen bedenken wir alle Heiligen, die im Verlauf des Kirchenjahres keinen gesonderten oder extra Feiertag
00:00:09: haben.
00:00:10: So erklärt der für die Erschaffenburger Region zuständige Dekan Michael Brokshi kurz- und knapp was Katholiken an aller heiligen feiern.
00:00:18: das Gedenken an den Heiligen Also an die Menschen, die in besonderer Weise den Glauben gelebt haben und deshalb heilig gesprochen worden sind steht im Mittelpunkt dieses Tages.
00:00:28: Der traditionelle Gräbergang der in der Regel auch an diesem Tag stattfindet hat dann schon mit dem Fest zu tun das sich direkt anschließt.
00:00:37: Aller Seelen wird am zweiten November gefeiert.
00:00:40: Denn Monat November ist ja auch der toten Monat und alle Seelen gedenkt mir im Sonderen der Verstorbenen.
00:00:45: Das vermischt sich, weil natürlich alle Heiligen ein Feiertag sind und dann diese Friedhofsgänge oft an Allerheiligen gemacht werden.
00:00:53: Brockschiff findet es wichtig dass es im Jahresverlauf solche Tage gibt, an denen man sich an die Menschen erinnert, die nicht mehr unter uns leben und ihr beobachtet das dies von vielen auch gerne angenommen wird.
00:01:05: Also ich war ja dreizehn Jahre im Odenwald in den Gemeinden und da war das aller Heiligen ganz wichtig.
00:01:10: Da hast du auch Leute gesehen, die du sonst gar nicht sehen hast.
00:01:13: Die sind von weit her gekommen um an dem Tag am Grab zu stehen und dann mit der Familie Kaffee zu trinken zusammen zu sein weil ich einfach glaube dass da der Friedhofen dieses Gedenken auch so ein verbindendes Element ist Und es verschwindet aber schon natürlich auch im städtischen Bereich mehr und mehr Weil halt auch leider mehr Gräber weggemacht
00:01:34: werden.
00:01:34: Den Trend, verstorbene beispielsweise in Friedwäldern zu bestatten, nimmt er als Seelsorger wahr.
00:01:40: Kennt es aber auch aus seinem Erstberuf.
00:01:42: Brocce hatte nämlich Gärtner gelernt bevor erst Theologie studierte um Priester zu werden.
00:01:48: Der eine Beruf hat für ihn zum anderen geführt.
00:01:51: Ich war ja in der Pfarrei früher aktiv und habe in meinem Gärtnär-Beruf aber auch viel mit Menschen in schwierigen Situationen zu tun gehabt und da hat man dann über das dienstlich geschäftliche Gärtnarische auch andere Gespräche geführten.
00:02:02: Dann ist so das eine zum anderen
00:02:03: gekommen.
00:02:04: Jetzt ist die Seelsorge seine Berufung, was aber nicht heißt dass er das Gärtnern verlernt hat.
00:02:09: Immer wieder mal gerade auch in der Zeit um aller Heiligen herum verbringt er ein wenig Zeit ins seinem früheren Ausbildungsbetrieb in Aschaffenburg.
00:02:18: Ich helfe
00:02:18: an so Tagen mit aus weil sie natürlich froh sind um jede Helfende Hand und jemand der vielleicht langjährige Erfahrungen mitbringt und nach Dinge von den Abläufen kennt, hilft dann noch mit aus und macht es auch sehr gerne.
00:02:30: Da ist um diese Jahreszeit natürlich auch viel zu tun.
00:02:33: Naja, es sind halt viele Gräber die gerichtet werden.
00:02:36: Oft mal so leider auch Gräbe, die vielleicht das ganze Jahr jetzt nicht so betreut wären.
00:02:40: Es hat sich sehr geändert weil viele Grääber weggekommen sind.
00:02:43: aber die Gräben, die gemacht werden dann doch sehr aufwendig hergerichtet.
00:02:48: Das ist halt für die Leute wichtig dass sie dann frisch gepflanzt sind.
00:02:51: Das machen wir ja auch Katzen anzünden, Schnittblumen noch hinstellen für Leute die jetzt gar nicht kommen können.
00:02:58: Aber denen ist es wichtig, dass das grab für so einen Tag.
00:03:02: Die Arbeit des Gatners geht da für ihn mit der Hoffnungsbotschaft der Christen Hand in Hand.
00:03:07: Der Tod hat nicht das letzte Wort, Blumen sind ein Zeichen dafür dass sich das Leben immer wieder durchsetzt und die vielen Kerzen die in diesen Nächten auf den Gräbern brennen unterstreichen dieser Hoffnung noch.
00:03:18: Also wir haben das lange Jahre gemacht, dass wir vom Team von der Kettenerei an aller heiligen Abends meistens um halb sieben Sieben über den Friedhof gelaufen sind.
00:03:28: Wir haben dieses Meer von Katzen angeguckt und sind dann essen gegangen weil es einfach was wunderschönes ist.
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