Spazierwege im Odenwald für Menschen mit Mobilitätseinschränkung

Shownotes

Auch wenn das Wetter gerade nicht zum spazieren einlädt, gibt es trotzdem einen Tipp für alle, die Lust auf Herbstspaziergang haben. Wir haben einen Autor getroffen der extra barrierearme Spazierwege im östlichen Odenwald vorstellt. Sven Herget und Paul Frigger mit den Einzelheiten.
Die Buchreihe „Die schönsten Spazierwege im Odenwald“ von Manfred Giebenhain ist im Steinbock Verlag erschienen. Im Band 3 geht es um den östlichen Odenwald und kostet 15,95€.

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00:00:00: Wer oft mit dem Kinderwagen unterwegs ist, kennt es vielleicht.

00:00:03: Ein hoher Bordstein, eine Treppe oder das Kopfsteinpflaster machen das Schieben schwer – Mit einem Rollstuhl oder Rollator können diese Dinge aber unüberwindbare Hindernisse sein!

00:00:13: Was im Alltag schon blöd ist macht noch weniger Spaß bei Ausflügen.

00:00:17: Manfred Gibenhain aus Michelstadt in Osthessen will hier Apilfe schaffen.

00:00:22: Der Journalist, Wanderexperte und Autor hat mehrere Bücher über Spazierwege im Odenwald geschrieben Perfekt für Menschen, die nicht so mobil sind.

00:00:30: Also in erster Linie sind es Menschen auf Rädern unterwegs und das wird natürlich immer zuerst der Rollstuhlfahrer genannt.

00:00:37: aber es geht auch um Menschen mit Hilfe eines Trollators unterwegs oder Familien, die einen Kinderwagen benötigen weil die Kinder noch kleiner sind und da schaue ich natürlich genau hin wo sie dahinter sind wenn's nur ein Badstein ist oder eine Stufe.

00:00:50: das habe ich genau im Blick und werde beschrieben oder versucht zu umgehen.

00:00:53: Der dritte Band der Buchreihe dreht sich um den östlichen Odenwald, mit Touren zum Beispiel in Miltenberg, Obernburg, Amorbach und Mönchberg.

00:01:03: Genau wie bei den anderen Teilen ist Manfred Giebenheim auch für dieses Buch alle Wege selbst gelaufen.

00:01:08: Begleitet wird er manchmal von einem Freund, der im Rollstuhl sitzt.

00:01:11: Ja, also ich leg da großen Wert darauf.

00:01:13: Dass ich nicht nur im Internet recherchiere.

00:01:14: was geht überhaupt?

00:01:15: Was wäre möglich?

00:01:16: Jeden Meter bin ich selbst gegangen, selbst dokumentiert, fotografiert und auch beschrieben um einfach deutlich zu machen dass diese Wege doch wirklich größtenteils für Menschen die Mobilitäts eingeschränkt sind zu bewältigen sind.

00:01:30: Im Zivildienst war Manfred Gibemheim in einer Einrichtung für Menschen, die nicht mehr so mobil waren.

00:01:35: Damals ist ihm zum ersten Mal aufgefallen welche Hürden der Alltag für diese Menschen bereithält Bordsteine, Treppen, Steigungen oder schwieriger Untergrund.

00:01:43: Ich habe festgestellt wie es Menschen geht und wenn die nur in der Altstadt über das Kopfsteinpflaster mit im Rollstuhl unterwegs sind, Bordstein und dergleichen mehr und dass natürlich Ausflugsziel und einiges mehr für sie immer große Hindernisse dastehen.

00:01:56: Die unterschiedlichen Gegebenheiten der Routen werden von ihm sorgfältig dokumentiert.

00:02:00: Die Wege müssen aber mehrere Kriterien erfüllen um es auch am Ende in seine Bücher zu schaffen.

00:02:05: Also zunächst einmal ist es so dass natürlich möglichst keine Steigung oder nur sehr, sehr geringe Steigungen oder kurze Steigung und Gefälle so ein Weg haben darf.

00:02:15: Dann ist natürlich – ich gebe das auch zu Beginn jeder Tour an – die Frage der Wegbeschaffenheit.

00:02:20: also haben wir es hier mit asphaltierten Wegen zu tun?

00:02:24: Ist es gepflastert oder ist es historisches Kopfsteinpflaster?

00:02:27: Die schlechteste Wegbeschaftenheit ist ein sandiger Boden.

00:02:30: Jemand, der Rollstuhl sitzt kommt nicht vorwärts auf sandigen Boden.

00:02:34: Ich beschreibe es, dass derjenige, der unterwegs ist weiß, das wird wieder anders und besser.

00:02:38: Und genauso wenn es eine kurze Steigung oder ein kurzes Gefälle gibt, sodass man also weiß, wenn ich das überwunden habe dann kann ich den Weg guten Gewissens weitergehen.

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