Musikalische Begegnungen in Tansania
Shownotes
Während sich Kirchenchöre der Diözese Würzburg auf den Weg nach Rom gemacht haben, hat der Mädchenchor der Würzburger Dommusik einen noch weiteren Weg auf sich genommen: Sie waren in der Partnerdiözese Mbinga im über 7000 Kilometer entfernten Tansania, um dort ein paar Konzerte abzuhalten. Europäische Chortradition trifft auch afrikanische Musik – da treffen sozusagen zwei Welten aufeinander. Burkard Vogt hat diese Reise begleitet und berichtet von einer musikalischen Begegnung der etwas anderen Art.
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00:00:00: Was passiert, wenn diese Musik auf diese Art von Musik trifft?
00:00:23: Genau das war Anfang September in Binger der Partnerdiözese des Bistums Würzburg zu erleben.
00:00:29: Die Mädchenkantorei des Würzburger Domes war mit dreiinvierzig Sängerinnen im Alter zwischen vierzehn und fünfundzwanzig Jahren zur einer Konzertreise bei den Glaubensgeschwistern über sieben tausend Kilometer entfernten Tanzanier unterwegs und stellte erst mal fest, dass da große Unterschiede sind in der Art wie die Konzerte ablaufen.
00:00:48: Chorssängerin Luise ist aufgefallen...
00:00:51: Dass in Deutschland oder Würzburg wo wir bisher viele Konzierte gegeben haben, die Leute einfach still und meistens eher steif da sitzen und eben zuhören und dann brav klatschen wenn sie
00:01:00: sollen
00:01:01: und quasi ihre Emotionen ein bisschen zurückhalten.
00:01:03: Und jetzt hier in Afrika war es so, dass die Menschen quasi direkt das gemacht haben was sie gefühlt haben.
00:01:08: Zum Beispiel diese Art von Geräuschen die sich hier machen, wo sie so einen hohen Ton machen und dann die Zunge
00:01:13: bewegen
00:01:19: oder zum Beispiel dass sie einfach zwischendrin mal kurz klatschen oder zwischendeinfach
00:01:22: mal rufen
00:01:24: und manchmal auch einfach aufstehen und mithanzen und ich finde das bringt so eine Lockheit in dieses Konzert rein wenn man sich selber dann denkt ja okay die Leute sind dabei und hören zu Ich finde es cool, also man kriegt direkt eine Rückmeldung sozusagen.
00:01:37: Die Musik die Dunka Pellmeister Alexander Rüth und sein musikalischer Assistent Jakob Keller mit der Mädchen Cantorail einstudiert hatte ist tatsächlich ein ganzes Stück anders als die Gesänge der Tanzania.
00:02:02: Chorssängerin Yolanda beschreibt aus ihrer Sicht den Unterschied.
00:02:05: Für uns ist das fast so wie wenn wir jetzt eine Geschichte erzählen und ich glaube zwar was ganz Neues für die.
00:02:09: einfach dass man dann nicht die ganze Zeit mit macht und alles kennt und einfach mal so gespannt zuhört war für uns halt ein bisschen ungewohnt am Anfang, aber dann haben wir auch von vielen danach gehört es denen eigentlich voll gefallen hat mal sowas anderes zu hören.
00:02:23: Auch mal so ein ruhigeres Lied wo man in die Stimmung kommen kann.
00:02:26: also einen Priester hat mir das wirklich gesagt dass er das sehr schön fand weil er da wirklich so Emotionen Emotion
00:02:32: pur.
00:02:33: Das war für die Deutschen auch alles, was sich um das Konzert herum abspielte.
00:02:37: Schon die Zeit vor Konzertenbegehung war ganz anders als zu Hause.
00:02:41: Yolanda verkleidt.
00:02:42: Wir kommen
00:02:43: ein bisschen runter und dann singen wir das Konzept.
00:02:45: Dann haben wir vielleicht einen Fang danach aber hier machen wir gleich eine Party daraus.
00:02:49: Ich freu mich so sehr dass Leute da sind und dass wir überhaupt etwas machen.
00:02:53: Man hat sich schon besonders gefühlt und man hat gemerkt Es
00:03:03: bleibt der Eindruck, dass diese musikalischen Begegnungen für beides Seiten etwas ganz Besonderes waren und man viel voneinander lernen konnte.
00:03:11: Den ungewöhnlichen Ton der Tanzania beispielsweise haben die Mädels aus Deutschland inzwischen auch schon fast drauf.
00:03:19: Und Alexander Rüth hat als einer der Höhepunkte des Konzertprogramms ein deutsches Volkslied mit den auf zwei hiehle übersetzten Text und einer afrikanischen Melodie kombiniert.
00:03:30: Schöner kann man fast nicht ausdrücken, dass Musik eine Brücke zwischen Nationen sein kann!
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