"Was glaubst du?" mit Reporter, Moderator, Autor und Produzent Willi Weitzel

Shownotes

Er hat die Sendung "Willi wills wissen" moderiert, ist Reporter, Moderator, Autor und Produzent: Willi Weitzel. Ronja Goj hat ihn für unsere Sommer-Serie "Was glaubst du?" getroffen. Und mit ihm über Zelte, Wurzeln und Behütet-Sein gesprochen.

Transkript anzeigen

00:00:00: Vielleicht ist es tiefrot, dunkelrot aus dünnem glattem Stoff gehalten getragen von leichten Metallstangen.

00:00:08: Es umhüllt, umschließt ihn das Zelt, dass Willi Weitzel mit seinen Händen

00:00:13: formt.".

00:00:19: übereim ist, was einen auch von unten schützt.

00:00:21: Dieses

00:00:22: Zelt!

00:00:22: Es ist sein Bild von Gott das er damals malt bei einem Seminar in der Schule.

00:00:28: Kann mich dann noch ziemlich gut an so Nächte im Sommer in meiner Jugend und meinem Kinderzimmer erinnern wenn es zu warm war um unter der Decke zu schlafen.

00:00:39: aber wenn man die Decke weg nimmt fühlt man sich so schutzlos.

00:00:45: Der ist jetzt da, der beschützt die.

00:00:47: Du brauchst die Decke nicht!

00:00:48: Man konnte viel besser schlafen und dann habe ich das so geübt und mich beschützten

00:00:53: gefühlt.".

00:00:54: So fühlt er sich an für ihn, sein Glaube ganz tief im Inneren.

00:00:59: Dieses Gefühl – es ist ihm geblieben Er hatte sich bewahrt Es begleitet ihn.

00:01:05: Doch immer wieder schleichen sich dunkle Gestalten in dieses Zelt.

00:01:09: Ein schlechtes Gewissen, Schuldgefühle die sein Glauben belasten betrücken.

00:01:15: Wie viele Leute laufen mit schlechten Gewissen rum?

00:01:18: Weil sie denken, Sie müssten irgendeine Erwartung erfüllen, die es ja gar nicht gibt!

00:01:25: In seiner Jugend rebelliert sein Inneres gegen dieses Bild, stemmt sich dagegen.

00:01:30: Weil es nicht Zahnbild ist von Gott!

00:01:33: Er beginnt daran zu zweifeln, es zu hinterfragen, versucht sich davon zu lösen und zu befreien.

00:01:39: Wenn man Gott übersetzt als Liebe die uns umhüllt, die uns auch auffängt der ist einfach so groß und hat eine Liebe uns gar nicht menschlich vorstellen können.

00:02:03: Er studiert vier Semester Theologie.

00:02:08: Es hilft ihm, er braucht es für sich als Aufklärung um sich intensiv damit auseinanderzusetzen was Glaube ist?

00:02:16: Um sich von seinem Kinderglauben zu lösen den er lange mit sich trägt.

00:02:21: Das war einfach richtig befreiend einfach mehr zu verstehen über Glauben.

00:02:27: wo kann ich auch unterscheiden zwischen Gott und der Kirche?

00:02:31: Und das hat mich frei gemacht und entspannter gemacht Mit meinem Glauben.

00:02:36: Diese andere Art zu glauben, möchte er sein drei Kindern vermitteln.

00:02:40: nahebringen.

00:02:41: Das hat er sich zur Aufgabe gemacht das hat er vorgenommen Dass

00:02:45: ihr immer wissen.

00:02:46: egal was du für ein Blödsinn anstellst der liebe Gott ist immer für dich da Der wird dich nie bestrafen.

00:02:53: Auch die Wurzeln seines Glaubens liegen in seiner Kindheit.

00:02:58: Es sind seine Eltern, die ihn an der Hand mitschleppen hineinziehen in die Kirche.

00:03:03: Es ist er selbst, der später im Hauptsalauf hineinspringt, hineinhüpft!

00:03:08: Es sind die immer gleichen Rituale – Der Duft nach Herbem, würzigem Weihrauch, es ist diese Stimmung, diese Atmosphäre.

00:03:16: All das prägt ihn, verbindet ihn bis heute mit seinem

00:03:20: Glauben.".

00:03:22: Das ist so ein Andocken an das, was ich als Kind erlebt habe.

00:03:27: Da kann ich mich erden.

00:03:28: Da komme ich zu mir und zu meinen

00:03:30: Wurzeln.".

00:03:31: Wenn Willi Weitzl strahlt, strahelt er ganz – mit den Augen um die sich kleine Lachfältchen kräuseln, die übergehen in die lächelnden Grübchen auf seinen Wangen.

00:03:42: Es ist ein Strahlen, dass von innen kommt, das nach außen strömt, das ihn ganz umgibt!

00:03:47: Wir hatten

00:03:48: nur einen Biolärer, der auch Relilärer war.

00:03:50: Der hatte einfach gesagt «schaut euch das an».

00:03:52: Schaut euch diese Bäume an, schaut auch über den Tellerrand.

00:03:55: Versteht ihr was das ist?

00:03:56: Das hier alles Schöpfung und so ein bisschen romantisch nach Goethe.

00:04:02: aber trotzdem fand ich das für mich schön dass sich so Gott in der Schönheit der Welt widerspiegelt.

00:04:08: Hellwach ist sein Blick aufmerksam aufgeweckt offen klar als würde er die welt mit den augen eines kindes sehen entdecken Mit Augen die staunen die neugierig sind Interessiert, gespannt.

00:04:23: Ich staune gerne und ich finde auch das Staunen erstmal so eine Offenheit ist die ich habe, die ich mir vielleicht aus meiner Kindheit bewahrt habe.

00:04:31: Und doch hat er neun Jahre die Sendung Willi-Wilz Wissen moderiert will nichts hinnehmen.

00:04:38: genau Bescheid wissen Die Dinge die Welt verstehen.

00:04:42: Zweifel die ja total menschlich sind aufkommen müssen, was den Glauben betrifft.

00:04:47: Doch ein Leben ohne Gott das kann, dass Willer sich nicht vorstellen!

00:04:52: Er braucht er will Gott in seinem Leben.

00:04:55: Ich habe gemerkt so atheistisch durch die Welt zu gehen.

00:04:58: Das macht mich nicht glücklich.

00:05:01: Da fehlt mir einfach eine Dimension und wenn ich jetzt nicht wüsste Dass es die theoretische Möglichkeit gäbe Gott geben könnte.

00:05:10: Ich würde ihn wahrscheinlich tatsächlich

00:05:12: erfinden.".

00:05:13: Da

00:05:13: ist es wieder, dieses innere Kind das sich Willi Weitzl bewahrt hat – dass aufblitzt, aufleuchtet!

00:05:20: In den Momenten wenn das Leben oft die Welt kommt und eine Kinder geboren werden dann fühlt man sich so hilflos wie sie sich entwickeln.

00:05:29: Man möchte am liebsten immer beschützen was nicht geht.

00:05:32: Meine älteste Tochter ist jetzt achtzehn.

00:05:34: Und wenn sie sich dann ins Auto setzt mit ihrem Führerschein und wegfährt, kann man sagen lieber Gott beschütze die einfach!

00:05:41: Das ist für mich einfach wohltuend dass ich da diesen Glauben habe

00:05:44: Denn in diesen Momenten weiß er, dass da dieses tiefrote, dunkelrote Zelt ist, in das er schlüpfen kann.

00:05:52: Dass ihn behütet, beschützt, ihn beschirmt mit seinem Dach, ihn trägt aufhängt Held mit seinem

00:05:58: Boden.".

00:05:59: Man kann nie tiefer fallen als in die Hände Gottes!

00:06:02: Also ich finde es bis heute ein ganz wichtiges Wort, das mich auch ermutigt wenn ich jetzt irgendwelche neuen Dinge wage wo man ja immer auch scheitern kann Was passiert im schlimmsten Fall?

00:06:16: Dann fällst du vielleicht in dieser Hände, aber es wird nicht schlimmer.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.