Besuch im Julius-Kardinal-Döpfner-Museum
Shownotes
In Hausen bei Bad Kissingen wird nächste Woche ein Jubiläum begangen. Denn der bekannteste Sohn des 1500-Einwohner Ortes ist am 24. Juli vor genau 50 Jahren gestorben. Der Würzburger Bischof Franz Jung kommt deshalb am Sonntag zu Besuch und schaut auch an einem ganz besonderen Ort vorbei: dem Kardinal-Döpfner-Museum. Anna-Lena Ils hat von Hans-Georg Keßler Kirche, Innenhof und das Museum gezeigt bekommen.
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00:00:00: dass dieser Bischofsstab, der aus Teilen besteht, zusammengesetzt werden kann für Reisen.
00:00:05: Ideal!
00:00:05: Da konnten wir zusammengelegt
00:00:07: werden."
00:00:08: Erklärt der pensionierte Lehrer Hans-Georg Kessler.
00:00:11: Der dreieinachtzigjährige kümmert sich mit zwei Mitstreitern ehrenamtlich um das Kardinaldöpfner Museum im Bad Kissinger Ortsteilhausen.
00:00:18: Der Bischovsstab ist golden und hat viele Ringe – ein Geschenk von Julius Döpfners Heimatgemeinde.
00:00:23: Der war es sehr verbunden.
00:00:26: Auch nach seiner Ernennung zum Kardinal in Berlin kam er nach Hause zu einem großen Empfang.
00:00:31: Das war
00:00:34: in den Gasthaustern drüben empfangen, ganz groß und der Bürgermeister hat damals auch ihn begrüßt.
00:00:43: Die waren natürlich alle bei du damals in dieser Zeit und die waren auch in etwa gleichaltrig.
00:00:48: Der Bürgemeister hat aber die Form gewahrt und hat ihn dann richtig angesprochen.
00:00:53: Er begrüße ihre Eminenz so weit wie sie das gehört.
00:00:57: Und da hat aber der Julius Döpfner Ihnen gleich unterbrochen gesagt.
00:01:01: Jetzt hörst du auf, Böge-Messe!
00:01:03: Ich bin und bleib euer Julius vom
00:01:06: Berg.".
00:01:06: Diese Bezeichnung habe sich damals durchgesetzt.
00:01:09: Ja das ist so der Ausdruck, der von Hausen kommt.
00:01:12: Unakarinal, das ist unakarinal.
00:01:14: Doch nicht nur Hausen war eine wichtige Station in Döpfners Leben.
00:01:18: In der Hausener Kirche ist ein Kunstwerk mit fünf Orten angebracht – Hausen, Würzburg Berlin München und Rom all die Orte, die Döpfner geprägt haben und an denen er gewirkt hat.
00:01:29: Trotzdem hat er immer wieder den Weg nach Hausen gefunden.
00:01:32: Und bei Gelegenheiten, die sich geboten haben jetzt wenn Hausen irgendwas Besonderes hatte zum Beispiel Glocken war Orgelwey
00:01:38: usw.,
00:01:39: war einer natürlich vor Ort, hat sich auch interessiert was in Hausen abgelaufen ist.
00:01:44: Außerdem hat der dort bei seiner Familie Urlaub gemacht.
00:01:47: Döpfner ist gerne gewandert.
00:01:49: im Kardinaldöpfners Museum steht deshalb ein Wanderoutfit.
00:01:53: Insgesamt besteht das Museum aus zwei Räumen und einem Flur.
00:01:56: Alle Wände sind voll mit Erinnerungsstücken, Auszügen von Predigten... ...und natürlich ganz vielen Fotos!
00:02:03: Döpfners Würzburger Amtszeit war kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs, ab bestehender Zeit.
00:02:09: Da war er gerade einmal thirty-fünf Jahre alt.
00:02:12: Viele Menschen hatten ihr zu Hause verloren.
00:02:14: Viele Familien waren zerstört.
00:02:16: Das hat Döpfer thematisiert.
00:02:18: Und dann hat er Drei regionale Katolikentage hier in Unterfranzen abgehalten, baut Familie neu.
00:02:27: Also nicht nur Wohnungs- und Familienneu.
00:02:30: Und das sind zum Beispiel stellvertretende Schweinfurtiererwohnungen von ca.
00:02:34: zwanzigtausend oder dreißigtaussend Aschaffenbrücken mit fünfzigtausenden und Ochsenfurt auch noch mit einer entsprechenden Sache.
00:02:41: Das heißt die Leute haben gehungert einfach nach jemandem der ihnen da Hoffnung macht.
00:02:47: Einen dieser Katholikentage zeigt das Foto an der Wand.
00:02:51: Hans-Georg Kessler kommt ursprünglich gar nicht aus Hausen, er wurde aber von Döpfner gefirmt.
00:02:56: Seine Begeisterung kommt vor allem aus seiner Jugend.
00:02:59: Julius Döpfner hat Ende der neunzehntetsteigere Jahre sogar an Schulen polarisiert.
00:03:03: Ein Bischof – etwas das heute unvorstellbar scheint!
00:03:07: Dabei ging es um das zweite vatikanische Konzil ein großer Reformprozess der katholischen Kirche.
00:03:13: Es hat da einen vielen Ecken und Enten gekracht richtig und da waren wir voller Hoffnung natürlich.
00:03:21: Und Döpfner war halt einer dieser Hoffnungssträger, für uns Jugendliche sag ich mal.
00:03:26: Da haben wir noch ganz viel mit der Kirche zu tun gehabt.
00:03:29: aber in der Kirchen im Religionsunterricht gab's halt diese Konfrontationen wo wir halt anderer Meinung waren und dann durch so eine Figur oder so ein Idol kann man fast sagen doch Großhoffnung hatten.
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