Maria Magdalena – Eine der bekanntesten Frauen der Bibel

Shownotes

Sie hatte den wohl übelsten Ruf als Frau in der Bibel: Maria Magdalena, eine der Jüngerinnen Jesu. Über Jahrtausende hinweg galt sie als DIE Hure in der Geschichte, die das Leben Jesu schildert. Mittlerweile weiß man allerdings, dass sie stattdessen wohl eine ziemlich taffe – heute würde man vielleicht so was sagen wie – selbstständige Unternehmerin war, die unter den ersten Christen sogar als Lehrerin galt. 2016, vor genau zehn Jahren erst, hat Papst Franziskus Maria Magdalena dann extrem aufgewertet, indem er ihren Gedenktag zu einem offiziellen Festtag der katholischen Kirche ernannt hat. Da der jetzt, am 22. Juli, ist, hat sich Regine Krieger die Rolle dieser Frau mal genauer schildern lassen…

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00:00:00: Maria Magdalena war eine Apostelin.

00:00:03: Sie war sicher eine Jüngerin Jesu und ist biblisch an mehreren Stellen

00:00:09: bezeugt.".

00:00:10: Sabine Meling-Sitter tätig in der Frauensieelsorge des Bistums Würzburg über eine der bekanntesten Frauen der Bibel, Maria Magdalena.

00:00:19: In allen Evangelien wird von ihr berichtet – dass sie die erste Frau war, die Jesus nachfolgte oder das sie Jesus versorgte.

00:00:25: Vermutlich war sie vermögend und hatte sich von ihrer Sippe gelöst!

00:00:29: Die wichtigste Rolle spielt sie aber rund um die Kreuzigung und Auferweckung Jesu, Pfarrer- und Bibel-Experte Bochathose.

00:00:36: Da heißt es nämlich, dass Maria Magdalena mit anderen Frauen beim Kreuz war bei der Kreuzigung.

00:00:42: Die Jünger waren ja flüchtet schon nach der Angabe der Evangelien.

00:00:47: Dass sie Zeugin war des Begräbnises also wussten wo das Grab war und dass sie am Ostermorgen die anderen Frauen zum Grab geführt haben.

00:00:57: Und im Johannes-Evangelium gibt es eine wunderbare Erzählung von ihr.

00:01:01: Die Begegnung mit dem Auferstandenen am Ostermorgen, am Grab wo sie denkt er ist der Gärtner und er spricht sich dann bei ihrem Namen an und dann erkennt sie eben den Auferstandenen.

00:01:11: Ihren Ruf als Hure und Sünderin hat Maria Magdalena allerdings völlig zu Unrecht!

00:01:17: Die Frau von der Bibel erzählt die Jesus die Füße wusch und mit ihren Haaren trocknete war nämlich eine ganz andere.

00:01:24: Sabine Meling-Sitter

00:01:25: Fatal war, dass im sechsten Jahrhundert Papst Gregor der Große die verschiedenen biblischen Frauen, die wir finden in den Evangelien... alle zusammengefasst hat und auf die Maria Magdalena projiziert hat.

00:01:40: Und dadurch kommt dieser Irrtum, dass diese Sünderin, diese prostituierte Maria Magdalena gewesen

00:01:46: ist.".

00:01:47: Also es lässt sich ganz eindeutig feststellen das das verschiedene Frauen sind.

00:01:50: aber es war wohl im Sinne der Männer damals zu sagen also diese Frau kann nur eine Hure gewesen sein.

00:01:59: So hat sich fatalerweise dieses Bild die letzten twelvehundert Jahre leider in unserer West-Kirche.

00:02:07: Daraus könnte dann auch die Legende entstanden sein, dass Maria Magdalena und Jesus ein Paar waren.

00:02:12: Was ist da denn dran?

00:02:35: Mit Sicherheit eine der spannenden, vielseitigen und inspirierenden Figuren.

00:02:41: Was ich persönlich von ihr mitnehme ist ... Sie wird erwähnt an den Stellen, an denen andere geflüchtet abgehauen sind unter dem Kreuz am Grab.

00:02:53: Es ist eine Person, die sich dadurch auszeichnet, dass sie bleibt wenn es schwierig wird Und das ist ja was, was man auch im eigenen Leben vielleicht ... besonders schätzt, wenn Menschen bleiben.

00:03:04: Ich erinnere mich, dass ich in meinem Studium die Augen aufgegangen sind als ich da tatsächlich Maria Magdalena kennengelernt habe.

00:03:13: Das hat dazu geführt, dass wir unsere erste Tochter auch Magdalene genannt haben.

00:03:17: wirklich angesichts dieser besonderen Bedeutung dieser Frau.

00:03:20: Maria aus Magdala, die sie also nicht über einen Mann bestimmt hat.

00:03:24: Sie hieß nicht die Frau von oder die Mutter von oder der Tochter von.

00:03:29: D.h.,

00:03:29: sie war eine selbstständig lebende Frau Und das finde ich fantastisch und auch so ein Ziel von uns Frauen heute immer noch, dass wir unseren Wert selbst klar und deutlich machen.

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