Flüchtlingsgipfel zu aktuellen Entwicklungen
Shownotes
Seit 2001 findet am 20. Juni der Weltflüchtlingstag statt. Er wurde von den Vereinten Nationen eingerichtet um auf die vielen Menschen aufmerksam zu machen, die sich auf der Flucht befinden. Im Jahr 2025 sollen es 121 Millionen gewesen sein. Auch für die Kirchen ist das ein wichtiges Thema. Anfang Mai fand in Würzburg beispielsweise der zehnte Deutsche Flüchtlingsgipfel statt, zu dem die Deutsche Bischofskonferenz einlädt. Wir haben mit dem zuständigen Bischof Stefan Heße über aktuelle Entwicklungen in der Flüchtlingspolitik in Deutschland gesprochen.
Transkript anzeigen
00:00:00: Wir haben immer unterschiedliche Themen, versuchen Schwerpunkte zu setzen.
00:00:03: Diesmal war die Frage nach der rechtlichen Grundlage und den Einschränkungen ein Thema – wir hatten Juristen dabei, die uns eingeführt haben und das hat zum unteren Diskussion
00:00:15: geführt.".
00:00:15: So beschreibt Erzbischof Stefan Heese den zehnten Flüchtlingsgipfel, der Anfang Mai in Würzburg stattgefunden hatte.
00:00:22: Hese ist der Sonderbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für Flüchtlingsfragen.
00:00:27: Mit ihm waren fast zweihundert Vertreter aus Bistümer und Verbänden zusammengekommen, auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann war für ein Protomsgespräch zu Gast.
00:00:37: Schwerpunktthema waren rechtliche Themen die mit Blick auf die aktuellen Situation in Deutschland diskutiert wurden.
00:00:52: Mit der Begleitung, wie ist das mit validen juristischen Verfahren die irgendwo geführt werden?
00:00:59: Kritisch blickte der Flüchtlingsgipfel auch auf den aktuellen Umgang mit dem Recht auf Familiennachzug.
00:01:05: Wir haben ein Thema mit dem Familiennachtzug, der ja für subsidiärschutzdürftige ausgesetzt worden ist.
00:01:12: als Kirche sagen wir also alles was Familie zusammenführt macht eigentlich Menschen stark jedenfalls stärker als wenn sie alleine sind.
00:01:20: deswegen haben wir uns dafür eingesetzt
00:01:23: und noch etwas kritisiert Erzbischof Stephan Heese.
00:01:26: Wir beklagen,
00:01:27: dass vielfach Fördergelder für Geflüchtete ausgesetzt werden, dass Integrationskurse Sprachkurse zurückgefahren oder gar nicht mehr gegeben werden.
00:01:37: Und das sehen wir schon als Mangel an und auf solche Dinge ist zum Beispiel jetzt hingewiesen worden.
00:01:44: Das Kirche sich mit solchen Äußerungen auch in die Politik einmischt, gefällt nicht jeden.
00:01:49: Doch für Bischof Hese geht es gar nicht anders da er's mit dem Auftrag zu tun hat der sich aus dem Evangelium ergibt.
00:01:56: Also es gibt nie eine geistliche Wirklichkeit die sozusagen weltabgehoben wäre sondern das Evangelium führt immer ins Handeln und damit auch ins konkrete Handeln in einem Gemeinwesen.
00:02:11: Und es gibt zum Beispiel die Grundsätze der katholischen Soziallehre wie das Gemeinwohl, aber auch das Individualwohl.
00:02:18: Werte wie Solidarität oder Subsidiarität für die Kirche steht und da haben wir eben eine Sendung für das Miteinander der
00:02:26: Menschen.".
00:02:26: Laut HESA hat die Katholische Kirche in Deutschland im vergangenen Jahr rund eighty-three Millionen Euro für Projekte in der Flüchtlingsarbeit bereitgestellt und damit mindestens vierhundertdreißigtausend Menschen erreicht.
00:02:39: Doch die Kirche engagiert sich nicht nur mit Geld, sagt der Bischof.
00:02:42: Ich bin dankbar, dass wir als Kirche nicht nur Worte machen, sondern das ... Wir auch handeln und was wir für richtig halten versuchen zu tun.
00:02:54: Deswegen bin ich dankbar dafür, dass es so viele Haupt- und Ehrenamtliche in unseren deutschen Dürzösen und Verbänden gibt, die sich für Geflüchteten einsetzen.
00:03:03: Dass es viele Einrichtungen gibt Sprachkurse, Integrationskurse die einfach versuchen, Menschen zusammenzuführen.
00:03:12: Das braucht einen langen Atem und der kontinuierliche Einsatz für und mit den anderen.
Neuer Kommentar